
Auch wenn das Thema Dateiformate auf den ersten Blick nicht direkt im Zusammhang mit der Erzeugung eines PDF/X steht, spielt es doch eine wichtige Rolle im Vorfeld der Datenerstellung.
Welches Datenformat ist für welche Anwendung die richtige Wahl?
Einen Überblick über die wichtigsten Dateiformate und Ihre Verwendung möchten wir Ihnen auf dieser Seite geben.
Am Seitenende bieten wir Ihnen einen Download mit noch detailierteren Informationen zum Thema -Dateiformate- an.
BMP ist ein Bildformatstandart für Windows. Es unterstützt die Farbmodi RGB, Indizierte Farben, Graustufen und Bitmap, nicht aber Alpha-Kanäle. Für 4-Bit und 8-Bit Bilder, die das Windows-Format verwenden, kann darüber hinaus die RLE-Komprimierung festgelegt werden.
GIF (Graphics Interchange Format) ist das gängige Dateiformat zum Anzeigen von indizierten Farbgrafiken und Farbbildern in HTML-Dokumenten (Hypertext Markup Language) über das World Wide Web. Es wurde von Compuserve entwickelt und ist auf 256 Farben beschränkt. Der Vorteil dieses Formats besteht in der Möglichkeit, Animationen in ein Bild einzubinden. Das GIF-Format erhält die Transparenz in indizierten Farbbildern, unterstützt allerdings keine Alpha-Kanäle.
Das EPS-Dateiformat (Encapsulated PostScript) kann sowohl Vektor- als auch Pixel-Grafiken enthalten und wird von praktisch allen Grafik-, Zeichen- und Seitenlayoutprogrammen unterstützt. Das EPS-Format dient zum Austausch von PostScript-Grafiken zwischen Anwendungen. Es unterstützt die Farbmodi Lab, CMYK, RGB, Indizierte Farben, Duplex, Graustufen, Bitmap und Alpha-Kanäle. EPS unterstützt Beschneidungspfade aber keine Ebenen.
Mit dem DCS-Format (Desktop Color Separations), einer Version des EPS-formats, können Farbseparationen von CMYK-Bildern gespeichert werden. Das DCS 2.0-Format dient zum Exportieren von Bildern mit Volltonfarb-kanälen. Mehr Info's zu DCS-Bildern.
Das JPEG-Format (Joint Photographic Experts Group) ist das gängige Dateiformat zum Anzeigen von Fotos und anderen Halbtonbildern in HTML-Dokumenten im World Wide Web. Es unterstützt die Farbmodi CMYK, RGB und Graustufen, aber keine Alpha-Kanäle. Im Gegensatz zum GIF-Format bleiben alle Farbinformationen eines RGB-Bildes im JPEG-Format erhalten, aber die Dateigröße wird durch selektives Entfernen von Daten verkleinert. Die Komprimierung ist immer verlustbehaftet, d.h. das Bild wird bei jedem Speichervorgang geringfügig verändert. Der Vorteil von JPEG liegt in den hohen Komprimierungsraten, die das Format erzielt.
Das, als patentfreie Alternative zu GIF entwickelte, PNG-Format (Portable Network Graphics) dient zum verlustfreien Komprimieren und Anzeigen von Bildern im World Wide Web. Im Gegensatz zu GIF unterstützt PNG 32-Bit-Bilder und erstellt eine Hintergrundtransparenz ohne gezackte Bildkanten. Einige Web-Browser unterstützen PNG-Bilder allerdings nicht.Das PNG-Format unterstützt RGB-, indizierte Farb-, Graustufen- und Bitmap-Bilder ohne Alpha-Kanäle. PNG erhält die Transparenz in Graustufen- und RGB-Bildern.
Das TIFF-Format (Tagged-Image File Format) dient zum Austausch von Dateien zwischen unterschiedlichen Programmen und Plattformen. TIFF ist ein flexibles Bitmap-Bildformat, das von praktisch allen Bildbearbeitungs-, Zeichen- und Seitenlayoutprogrammen unterstützt wird. Außerdem produzieren nahezu alle Scanner TIFF-Bilder. TIFF unterstützt CMYK-, RGB-, Lab-, indizierte Farb- und Graustufenbilder mit Alpha-Kanälen sowie Bitmap-Bilder ohne Alpha-Kanäle.
Das TIFF/IT (Tag Image File Format for Image Technology) basiert auf TIFF, ist aber wesentlich erweitert. Ziel war es, ein Format zu entwickeln, das nicht nur Bilder, sondern auch Text, Grafiken und Layouts beibehaltet und verlässlichere Ausgabezeiten als Postscript bietet. Pagemaker importiert Bilder ins TIFF/IT-Format.Da die Datei schon gerastert ist, muss der RIP sie nicht mehr interpretieren. Zudem sind Schriften und platzierte Objekte mit in der Datei. Mit einem Programm wie Ad Check 1.50 von Total Integration lassen sich TIFF-Dateien öffnen, kontrollieren und editieren.
Das CDR (Corel-Draw) gehört zu der Gruppe der Hybrid-Formate. Es kann sowohl Teile von Bitmap- als auch von Vektorgrafiken enthalten. Ohne Corel Draw ist es momentan nicht in ein anderes Format konvertierbar.
Das TXT-Format ist ein Standard Textformat, das auf ASCII basiert. Es dient zum schreiben von kurzen Notizen oder Anweisungen, die oft als sogenannte “readme.txt” auf Publikationen im Multimedia Bereich zu finden sind. Darzustellen ist dieses Format durch “Simple Text” auf dem Mac oder durch “WordPad” ,oder andere Textprogramme, auf dem PC.
Microsoft Word Datei, die oft von PC-Usern verwendet wird, um Texte mit diversen Formatierungen (Schriften, Schriftgrößen, Zeilenumbrüchen, Symbolen, Textstilen) auf dem PC zu erstellen. Das Importieren nach QuarkXPress macht häufig große Probleme. Viele Formatierungen gehen dabei verloren. Mehr Info zu Word
Ein für Photoshop geschaffenes Dateiformat. Es unterstützt spezielle Funktionen wie Ebenen, Kanäle und Pfade, sowie alle gängigen Farbmodi. Die Komprimierung entspricht in etwa der des TIFF-Formats. Werden in einem Bild mehrere Ebenen verwendet, so steigt der Speicherbedarf drastisch an, da jede vorhandene Ebene einem eigenen Bild entspricht.
PostScript ist in erster Linie eine Seitenbeschreibungssprache. Es zeichnet sich durch eine hohe Qualität in Bezug auf die Darstellung von Schriften und Abbildungen aus. Für die Umsetzung in ein darstell- bzw. druckbares Dokument muss der PostScript-Code durch einen entsprechenden Interpreter verarbeitet werden.PostScript-Dokumente erzeugen ihre hohe Qualität vor allem durch die Nutzung von so genannten Outline-Fonts, die für eine Reihe von Schriftstilen (Roman, Times, ...) von ”Adobe” entwickelt worden sind.
PDF ist ein geschütztes, flexibles, plattform- und anwendungsübergreifendes Dateiformat. Es ermöglicht, dass ein als PDF abgespeichertes Dokument an jedem beliebigen Rechner geöffnet werden kann. Schriften, Seitenlayouts, Vektor- und Pixel-Grafiken werden erhalten und exakt angezeigt. Die Dateiart ist Binär.
Ist eine neue und weitere Form des PDF. Hierbei handelt es sich um eine auf dem PDF basierende Normung für die Übermittlung digitaler Druckvorlagen.
...ist eine verlustfreie, von Photoshop und einigen gängigen Windows-Dateiformaten unterstützte Komprimierungsmethode.
...ist eine verlustfreie, von den Dateiformaten TIFF, PDF, GIF und PostScript unterstützte Komprimierungsmethode. Diese Methode ist optimal zum Komprimieren von Bildern mit großen, einfarbigen FlŠchen (z.B. Bildschirmmasken oder einfache Paint-Bilder).
...ist eine von den Formaten JPEG, TIFF, PDF und PostScript unterstützte Lossy-Methode. Die JPEG-Komprimierung führt bei Halbtonbildern, z.B. Fotos, zu den besten Ergebnissen. Bei der JPEG-Komprimierung legt man die Bildqualität fest, indem man eine Option aus dem Menü ”Qualität” wählt, den Regler ”Qualität” verschiebt oder im Textfeld “Qualität” einen Wert zwischen 1 und 12 eingibt. wählen Sie die Komprimierung mit der höchsten Qualität, um ein optimales Druckergebnis zu erhalten.
Bei der “CCITT-Kodierung” handelt es sich um eine Gruppe von verlustfreien, von den Dateiformaten PDF und PostScript unterstützten Komprimierungsmethoden für Schwarzweißbilder. CCITT ist die Abkürzung des französischen Namens für den Internationalen Ausschuss für Telegrafie und Telefonie.
Moderne Composite-oder PDF-Workflows können keine DCS-Bilddaten verarbeiten, da dieses Bilddatenformat nur für vorseparierte PostScript Workflows geeignet ist und bei Einsatz obiger Technologien zu absolut unbrauchbaren Ergebnissen (72 dpi Auflösung, falsche Farben) führt.
Grundsätzlich sollten Sie versuchen, den Einsatz von DCS-Bildern zu vermeiden.
Falls es sich bei den DCS-Bildern um reine CMYK-Bilddaten handelt, ist dies auch kein Problem. Öffnen Sie die Bilder im Photoshop und speichern Sie das entsprechende Bild als EPS ab.
Sollten Sie DCS-Bilder mit Sonderfarbkanälen in Ihrem Dokument verwenden, sprechen Sie mit Ihrem Dienstleister (Satz/Litho/Druck) über die weitere Vorgehensweise, da es verschiedene Möglichkeiten zu Erzeugung eines PDF mit DCS-Bildern gibt.